Länder- und Städteliste der Projekte
Brasilien - Rio de Janeiro / Sao Paulo 2012: Ausstellung, Installation, Workshop, Vortrag (*u. a. mit Auswärtiges Amt und International Knowledge Exchange Association)
Peru - Lima / Panguana 2012/16: Vortrag, Recherche, Dokumentation (mit INBAR und Panguana Stiftung)
Ecuador - Provinz Morodo/Yuwientsa 2009: Bauwerk (*u. a. Stiftung Amazoniva und TU München)
Venezuela - Rio Sipapo 2022: Bauwerk
USA - New York / Boston 1998: Ausstellung, Installation (mit Goethe-Institut)
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Katar - Doha 2014: Gruppenausstellung
Südafrika - Kapstadt / Johannesburg 2013/15: Ausstellung, Installation, Workshop, Vortrag (*u. a. mit Goethe-Institut)
Sansibar - Michamvi 2014/16: Bauwerk, Workshop, Vortrag (mit GIZ und International Knowledge Exchange Association)
Tunesien – Tunis / Siliana / Tabarka 2022: Bauten (u. a. mit Fraunhofer Institut Umsicht und WtERT )
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Deutschland - Burghausen / Blumenthal /Aichach / Dasing / Augsburg / Berlin / Bernried / Beuerberg / Darmstadt / Dresden / Heidenheim / Herford / Ismaning / Koblenz / Köln / Lingen / Mittenwald / München / Nürnberg / Poing / Schiltach / Stuttgart / Wiesloch / Wolfratshausen 1985 - 2022: Ausstellung, Installation, Bauwerk, Vortrag, Workshop (*u. a. mit Goethe-Institut, TU und Hochschule München, Selbach Umweltstiftung, Siemens Empowering People, Bayerische Staatsregierung)
Österreich - Innsbruck / Krems 1997/98: Installation, Workshop, Vortrag
Frankreich - Agen / Boisbuchet-Lessac 1993/94/2009/12/15: Bauwerk, Installation, Workshop Ungarn - Csórompuszta / Dunaújváros 2016/19: Ausstellung, Installation, Workshop (mit Goethe-Institut)
Italien - Venedig / Cuma-Neapel / Mailand / Rom-Via Salaria km 43 / Sardinien-Cagliari 1980-89/99/2021: Ausstellung, Installation, Workshop-Sommerakademie (*u. a. mit Deutschem Konsulat)
Niederlande - Rotterdam 2016: Installation
Großbritannien - Manchester / Affetside 1998: Installation
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China - Anji / Beijing / Chengdu / Chongqing / Guangzhou / Hangzhou / Nanjing / Shanghai / Shenyang / Wuhan / Xian 2005/06/07/08/09/10/11/12/14/15/19: Bauwerk, Ausstellung, Installation, Vortrag, Workshop (*u. a. mit Goethe-Institut und Auswärtigem Amt)
Indien - Hyderabad / Mumbai / New Delhi / Pune / Chennai / Bangalore / Mawphlang 2008/11/12/15: Gebäude, Ausstellung, Installation, Vortrag, Workshop (*u. a. mit Goethe-Institut und Auswärtigem Amt)
Indonesien - Bali-Ubud / Java-Jakarta / Bandung 2002/06/07: Ausstellung, Bauwerk, Installation, Vortrag, Workshop (*u. a. mit Goethe-Institut)
Japan - Tokio 2016: Vortrag
Taiwan - Nantou / Taipeh 2011: Ausstellung, Workshop, Vortrag
Thailand - Bangkok / Chiang Mai / Pai 2005/06/07/09/2022: Ausstellung, Installation, Vortrag, Workshop (*u. a. mit Goethe-Institut, Deutschem Konsulat, UNESCO Ashberg Bursary)
Vietnam - Hanoi 2007: Ausstellung, Workshop, Vortrag (mit Goethe-Institut)

*(Vollständige Liste und Informationen über die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern wie Stiftungen/Vereinen, Instituten, Universitäten/Hochschulen und anderen Projektförderungen/Einrichtungen siehe Beschreibung der jeweiligen Projekte)

Regen-Wald / Rain-Forest (Teil 1) - Kunstarchiv der Bäume und Pflanzen
03. Juli - 06. November 2022 - Haus der Fotografie Burghausen
Die Ausstellung zeigt Foto- und Videoarbeiten von Markus Heinsdorff, die er in verschiedenen Regen-/ Urwaldregionen der Erde aufgenommen hat. Unter anderem in Wäldern der Insekten-Forschungsstation Panguana in Peru, bei den Shuar Indios in Ecuador sowie den Piaroa Indios in Venezuela. Dazu sind Aufnahmen ausgestellt von umgepflanzten Urwaldriesen in Thailand sowie Bilder des Anaga Gebirgs-Regenwaldes in Teneriffa, der Mangrovenwälder der Sümpfe Floridas und der Nebelwälder der Himalaya Region Nordost-Indiens - sie alle sind Teil seines Arten-Archivs über Pflanzen und Bäume, die das Klima der Tropen wie auch der Erde bestimmen. Zu sehen ist der Kontrast zwischen dem Einwirken des Menschen und dem der Natur am Beispiel eines getrockneten Waldes in der Wüste Namibias. Entstanden sind die Arbeiten bei Reisen und Projekten über zwei Jahrzehnte hinweg. Dahinter steckt die Idee, ein Porträt und Archiv über Arten und Elemente des Planeten zu schaffen, über Flora und Fauna und deren Faszination und Kreislaufsystem auch im Bezug auf Wasser/Regen und Sauerstoffproduzenten zu zeigen. Der Besucher soll zu Themen wie dem Erhalt der Umwelt und einer rapide schwindenden Artenvielfalt sensibilisiert werden. Kuration Ines Auerbach, Leitung "Haus der Fotografie. Informationen PDF".

 

Regen–Wald / Rain - Forest (Teil 2) - unter Bäumen leben
2022 - Bau der Piaroa Agroforst Akademie als Schulungszentrums zum Erhalt des Regenwaldes, Venezuela
2023 - Ausstellung zu dem Projekt, Studienkirche St. Josef (3. März - 15. Juni)
Als Kunst-Architekturprojekt entwarf und realisiert Markus Heinsdorff einen Akademiebau im Regenwald Venezuelas für und mit den Piaroa Indigenen, einem im Grenzgebiet zu Kolumbien angesiedelten Indiostamm am Fluss Rio Sipapo. Mit dem Konzept eines Schulungszentrums sollen die Piaroa beim Agroforstanbau von Waldfrüchten und damit einem Einkommen unterstützt werden. Hierdurch ergibt sich die Möglichkeit im Regenwald zu leben und diesen dadurch zu schützen. Auf knapp 300 qm Nutzfläche werden acht miteinander verbundene Bauten realisiert, die mehrtägige Schulungen zu ökologischem Anbau, Fairtrade und Verarbeitung von Waldfrüchten sowie die Verpflegung und Unterkunft von bis zu 60 Teilnehmern ermöglichen. Es handelt sich dabei um einen nachhaltigen Prototypenbau aus regionalen Materialien, gebaut von den Piaroa mit Holz aus der Umgebung, mit marginalen Mengen an Zement plus Sanitärinstallation. Die Ausstellung zeigt die Architektur und das Leben der Piaroa, vermittelt Information zum Thema Agroforst, über das Regenwald-Erhaltungskonzept und das Ökosystem.

Ästhetik der Krise – Vortrag
10. Juni 2022 - Universität Tübingen - Vortrag, SmP Seminar „Ästhetik der Krise“ -Keynote-Vortrag "Markus Heinsdorff - Kunst neu denken" zu dem Themenfeld Kunstproduktion. In dem Vortrag werden Werkprozesse des Künstlers gezeigt, die als Ausstellungen oder Installationen durch den Zustand der Welt, ihrer Krisen und kultureller Vielfalt beeinflusst sind.

Haus Europa, Leuchtenfeld - (House Europe, Light field)
2022 - 11. September - 06. Dezember (Haus Europa), Stadtpark, Roth
2022 - März - Juli - Erinnerungsort Badehaus, Wolfratshausen-Waldram
2021 - Juli - September - (tim) Staatliches Textil- und Industriemuseum Augsburg
2021 - Februar - Juni Schloss Blumenthal, Aichach
Zwei Installationsformen an verschiedenen nacheinander folgenden Standorten mit jeweils 3 Monaten Laufzeit - die „Kunst-Lichtinstallation zum Thema Flucht“ besteht aus orangen Schwimmwesten, Holzstelen/Leisten, Draht/Seil und LED-Lampen. Dazu wurden Originalwesten Geflüchteter an Mittelmeerstränden gesammelt, zerlegt, wieder zu Stoffbahnen vernäht und damit die Bespannung von 120 Fenstern (H 100 x B 50 cm) für das „Haus Europa" (ab September) gefertigt. Das Haus aus 6 x 6 und 4 x 4 cm Holzstäben hat 8 x 5 m Grundfläche und 7,20 m Höhe und ist im Inneren begehbar. Für das „Leuchtenfeld" als erste Installation zum Thema wurden insgesamt 144 Leuchtkörpern (H 40 x D 26 cm) auf 3,8 m hohen Stelen produziert. Je nach Aufstellungsort sind die Leuchten in unterschiedlicher Anzahl, jeweils in gleichmäßigen Abständen angeordnet - bei 144 Stelen mit 2,5 m Abstand zueinander belegen sie 750 qm Fläche (Schloss Blumenthal) und werden bei Nacht zu einem glühenden Feld aus orangeroten Leuchten. Auf der Projektwebsite und vor Ort können Besucher sich über die Installationen, Orte und die Situation Geflüchteter weltweit und in Europa informieren. Als Teil des Projektes wurden einzelne Stelen an Interessierte übergeben und als eindrückliches „Zeichen“ privat wiederaufgebaut (90 Einzelleuchten in 2021). Die bisherige Erlöse mit knapp 30.000 Euro wurden als Soforthilfe und zur langfristigen Unterstützung Geflüchteter an NGO´s (2/3) und zur Herstellung der Installation (1/3) eingesetzt. „Haus Europa" und „Das Leuchtenfeld" werden nach Entwürfen von Markus Heinsdorff und in Kooperation mit der Gemeinschaft Schloss Blumenthal (Produktion, Spendenbetreuung) umgesetzt. www.Leuchtenfeld.de

Wertstoffsammelstellen - Île de propreté
2022 - Tunis, Tabarka, Siliana, Tunesien
Für jeden der drei Orte wurde jeweils eine Sammelstelle für Abfall mit Lagerbauten, Überdachungen und Zaunblenden mit jeweils ca. 200 qm Grundfläche auf öffentlichen Plätzen von Markus Heinsdorff entworfen und von den Kommunen und einer Stahlbaufirma realisiert. Mit dem Konzept der künstlerisch, architektonisch gestalteten Anlagen sollen Anwohner zur gezielten Abgabe von Müll und zum Recycling der Wertstoffe motiviert und somit die bisherige Praxis der wilden Deponien und Entsorgung des Mülls im öffentlichen Raum verhindert werden. Bei den gestalterisch in die Umgebung und den lokalen Baustil angepassten „low cost Bauten“ sind die Umfriedungen als Zäune bzw. Blenden aus verzinkten silbernen und weiß lackierten Wellblechen gefertigt. In gleicher Art wurden auch die ovalen Lagerhäuser in Tunis und Tabarka lackiert. Für den schmalen langgezogenen Platz in Siliana wurde als Lager ein gebrauchter Container weiß lackiert. Zentral befindet sich jeweils ein in berber-blau oder rot lackiertes Schattendach auf vier Stahlsäulen. Darunter befindet sich eine Gabione mit Drahtgewebe und PET Flaschen gefüllt als Sitzbank. Die Gabionen und Anlagen sind über eigenen Solarstrom (über Dachpaneele) beleuchtet. Planerische Umsetzung M.A. Lukas Struthman, Architekt. Mit Förderung des Bayerischen Staates. In Zusammenarbeit mit WtERT München und Fraunhofer Institut Umsicht, Sulzbach Rosenberg und den jeweiligen Kommunen in Tunesien; Stahlbau MC Plus Hammamet. www.wtert.net

Wertstoff-Sammelstelle
2021 - Dasing, Oberbayern
Entwurf und Realisierung eines 6 x 8 m großen Bauwerks mit 3,4 m Höhe als Annahmestelle für Wertstoff und Elektrogeräte aus verzinkten Stahl-T-Trägern mit einem gewölbten Dach aus verzinktem Wellblech, einer Annahmetheke, einem Lagerraum aus Lerchenholz, Schiebtüren und 16 qm Fassade aus Gabionenkörben, gefüllt mit Plastikmüll als Kunstfassade. Alle Elemente sind verschraubt. Die Bodenplatte aus Beton dient auch als Fundament. Der Lagerraum ist ein unter der Überdachung integriertes Fertigmodule, gleichfalls seriell hergestellte Gabionen.[2] In die zwei lichtdurchlässigen Gabionenwände an den zwei Seitenfassaden (á 3 m B x 0,35 T x 2,45 m H) ist farbig transparenter Plastikabfall aus der Sammelstelle geschichtet. Workshop für die Müllfassaden mit 50 Schülern der Grundschule Dasing; Bauherr Kreisstadt Aichach; Entwurf Gebäude und Objektfassade Markus Heinsdorff, München; CAD Modell und Planerische Umsetzung Architekten M.A. Babou Bojang und M.A. Lukas Struthmann, München; Projektbetreuung WtERT c/o ia GmbH Engineering, München; Lagermodule Fa. Käuferle Aichach; Stahlbau Fa. Hausmann, Aichach. ww.wtert.net

 

The space we live in II - Arten / Spezies
2021 - Terminal 2 Halle, FJS Flughafen München
Ausstellung hunderter unterschiedlicher Flora- und Fauna-Naturexponate, die in eigens dafür gefertigten Tischvitrinen aus Holz, Glas und Stahl in drei Reihen á 7 m Länge und 0,67 m Breite gezeigt werden. Die Exponate wurden von Markus Heinsdorff bei Projektreisen in unterschiedlichsten Ländern gesammelt, archiviert und als Sammlung bei jeder neuen Reise erweitert. Jedes der Objekte zeigt die extreme Vielfalt und faszinierende Gestaltung bis hin zu physikalischen Eigenschaften, wie sie durch künstliche Produktion bisher unerreicht ist. Die Natur als Baumeister - bei der Ausstellung thematisch in den Kontext zur Architektur gesetzt. Die Sammlung wurde erstmals 2019 als Teil der Ausstellung „Arten und Elemente“ im Kallman Museum gezeigt. In Zusammenarbeit mit Pier Paolo, Kurator, GAD / CREA Cantieri del Contemporaneo, Venedig und Elmar Zorn, Kurator, München. Informationen PDF; ww.creavenice.com

The space we live in I - Paper Box House und Shelter & Vernacular
2021 - Werft-Ausstellungshalle, GAD / CREA Cantieri del Contemporaneo, Venedig, Italien
Die Installation und Ausstellung anlässlich der 17. Architektur Biennale in Venedig 2021 unter dem Titel „The space we live in“ setzt sich mit Eigenschaften und Nutzung von Raum auseinander. Als zentrale Installation entstand dazu das begehbare „Paper Box House“ aus Waben-Recyclingkarton und Möbeln aus stapelbaren Obst- und Gemüsekartons. Es ist Kunstwerk, Wertstoff- und Architekturvision zum Thema „Bauen mit Recyclingmaterial“ oder „Bauen mit Wertstoff“. Mit dem Konzept wird die Idee verfolgt, aus herumliegendem oder kostenfreiem Material wie Recyclingpappe oder Plastikmüll auch einfache und zugleich gut gestaltete Bauten zu entwickeln. Der Bedarf dafür ist groß, es sind weltweit über 80 Millionen Menschen durch Krisen oder Krieg obdachlos und mehr als eine Milliarde leben in unzureichenden Behausungen. Begleitet wurde die Installation mit der Ausstellung „Shelter & Vernacular“, die eine Dokumentation über einfaches Bauen mit unterschiedlichen Materialien wie Lehm, Ziegel, Bambus, Gräsern, Stahlblech u. A., in verschieden Kulturen zeigt. Fotografiert von Christian Schittich, Architekt und Markus Heinsdorff (www.heinsdorff.de/de/arbeiten/fotografie). Projekt Team: Pier Paolo Scelsi, Kurator, GAD / CREA Venedig, Italien; Architekten M.A. Lukas Struthmann und Dipl. Ing. Benedikt Hartl, München. www.creavenice.com/markus-heinsdorff